Professionelle Zahnreinigung in Stuttgart (PZR) Prophylaxe zur Vorbeugung von Zahnerkrankungen

Professionelle Zahnreinigung in Stuttgart (PZR) Prophylaxe zur Vorbeugung von Zahnerkrankungen

Kernstück jedes Prophylaxe-Programms ist die professionelle Zahnreinigung (PZR). Neben Hinweisen zur optimalen häuslichen Zahnpflege besteht sie aus folgenden Maßnahmen:

  • Gründliche Untersuchung der gesamten Mundhöhle: Hierbei werden mögliche Gefahrenstellen und Beläge aufgespürt und sichtbar gemacht.
  • Harte und weiche Beläge werden aus allen Winkeln entfernt, v.a. unterhalb des Zahnfleisches
  • Die Zahnoberfläche wird poliert, um ein erneutes Festsetzen von Belägen zu erschweren.
  • Als Abschluss erfolgt ein Versiegeln mit Fluoridlack, um die Zähne widerstandsfähiger zu machen

Ablauf einer professionellen Zahnreinigung

  • Sanfte Entfernung der krankmachenden Erreger und Beläge mit kleinen Bürsten, speziellen Ultraschall – und Pulverstrahlgeräten inkl. einer Politur der Zahnoberflächen
  • Ggf. Zungenreinigung
  • Ggf. Prothesenreinigung
  • Ggf. Remineralisierung beginnender Defekte (Primärkaries)
  • Eine spezielle Imprägnierung mit Lacken zur Reduzierung der Säurelöslichkeit des Zahnschmelzes (Fluoridierung zum Kariesschutz) und zur Reduktion von Zahnfleischentzündungen
  • Wertvolle Tipps zur Optimierung ihrer häuslichen Mundhygiene
  • leicht umsetzbare Ernährungshinweise, die nicht nur gegen Karies und Parodontitis hilfreich sind (sondern z.B. auch gegen Erosionen bei Bulimie).

Für wen ist eine PZR sinnvoll?

Eine PZR ergänzt die häusliche Mundhygiene und ist abhängig vom individuellen Erkrankungsrisiko sinnvoll. Je nach persönlichem, individuellem Risiko ist eine Frequenz von 1 – 4 mal pro Jahr sinnvoll. Die Risikoeinschätzung erfolgt bei der Erstuntersuchung durch den Zahnarzt. Durch eine Kontrolle wird der Verlauf nach der PZR überprüft.

Selbst bei sehr guter Mundhygiene finden sich immer Nischen, die mit Zahnbürste und Zahnseide alleine nicht zu erreichen sind. Darüber hinaus werden störende Verfärbungen (Tee, Kaffee, Rauchen) entfernt und die Zähne wirken dadurch sauber und weißer.

Bei Risikopatienten mit einer Parodontitis sollte die PZR im Rahmen der Vorbehandlung und in der Nachsorge ihren festen Platz haben. So kann das, mit der Parodontitisbehandlung erreichte Ergebnis gehalten werden. Patienten mit Zahnersatz können durch die PZR die Lebensdauer verlängern, da nur so optimale hygienische Verhältnisse geschaffen werden können.

Eine ordnungsgemäße Zahnreinigung dauert je nach Aufwand ca. 60 Minuten. Sie muss in der Regel privat getragen werden. Ggf. erstattet ihre Krankenkasse, Krankenversicherung und ihre Zusatzversicherung zum Teil die Kosten.

Warum ist das Zähneputzen meistens nicht ausreichend?

Prophylaxe in der Zahnheilkunde bedeutet die häusliche Mundhygiene (Zähneputzen etc.) so zu unterstützen, dass die Gefahr der Entstehung von Löchern (Karies) und einer Entzündung des Zahnhalteapparates (Zahnfleisch, Knochen), (man bezeichnet dies als „Parodontose“ bzw. Parodontitis) möglichst zeitlebens gering bleibt.

Es werden hierzu bakterielle Beläge und Zahnstein an Stellen entfernt, die für den Patienten sehr schlecht oder nicht erreichbar sind.

Deshalb ist es sinnvoll die Bakterien und Beläge in regelmäßigen Abständen durch die PZR zu reduzieren, da Bakterien die Mundhöhle zeitlebens besiedeln und sich ständig vermehren.

Entstehung von Karies / Parodontitis

Primär sind Bakterien in der Mundhöhle für die Erkrankungen verantwortlich. Diese produzieren Säuren und Giftstoffe. Diese wiederum verursachen:

  1. “Löcher im Zahn“ (Karies).
  2. Eine Entzündung im Zahnfleisch (Gingivitis); Blutungsneigung, Rötung, Schwellung.
  3. Eine Entzündung im Knochen („Parodontose“/ Parodontitis) Abbau von Knochen und Fasern, ggf. Lockerung des Zahnes, ggf. Verlust des Zahnes.

Des Weiteren besteht ein direkter Zusammenhang (erhöhtes Risiko) zwischen einer hohen Bakterienbesiedelung und:

  • Diabetes mellitus
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Frühgeburtenrate

Viele wissenschaftliche Studien, welche von Universitäten durchgeführt wurden, haben dies eindeutig bestätigt.

Erste Anzeichen einer Parodontitis sind:

  • schlechte oder falsche Mundhygiene (Zahnbelag und Zahnstein)
  • genetische Veranlagung
  • Stress (beruflich / privat)
  • bestimmte Medikamente (Antidepressiva)
  • Raucher haben ein vier – bis sechsfach erhöhtes Risiko, eine Parodontitis zu entwickeln als Nichtraucher
  • Lebenspartner mit bestehender Parodontitis. Eine Ansteckung ist auch von Mutter zu Kind möglich
  • Schwangerschaft. Durch Hormonumstellung lockert das Bindegewebe auf und Bakterien können leichter eindringen
  • Diabetes mellitus
  • offene Zahnkaries
  • Mundatmung
  • Stressbedingtes Zähneknirschen (Bruxismus)
  • allgemeine Abwehrschwäche (während oder nach Chemo-Therapie, Transplantation, HIV-Erkankte, etc.)
  • unausgewogene Ernährung
  • Piercings im Mundraum (Lippe, Lippenbändchen, Zunge)

Prophylaxe für verschiedene Patientengruppen

Verschiedenen Patientengruppen haben unterschiedliche Anforderungen an die Prophylaxe. Deshalb wird die PZR individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt.

Die Behandlungen werden von speziell geprüften und fortgebildeten Prophylaxe-Assistentinnen durchgeführt.

Gerne stehen wir Ihnen durch individuelle Vorsorgemaßnahmen bei der Erhaltung Ihrer Zahngesundheit zur Seite. Vereinbaren Sie online oder telefonisch einen Termin in unserer Praxis unter 0711 – 25 36 583 und lassen Sie sich persönlich zum Thema Prophylaxe und professionelle Zahnreinigung in Stuttgart (Mitte) beraten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.